Kantenbearbeitung






Auf 8 modernen Arrondieranlagen werden durch Walzen oder Strehlen die Schnittkanten bearbeitet.

Band - Kantenbearbeitung


Edelstahl rostfrei

 
Dicke 0,1 - 6,0 mm
Breite 3,0 - 300 mm
Ringaufmachnung  
Innendurchmesser 305 / 406 / 508
  einlagig oder gespult
Oberflächenausführungen  
1D warmgewalzt, geglüht, gebeizt
2B kaltgewaltz, geglüht, gebeizt, kalt nachgewalzt
2D kaltgewaltz, geglüht, mechanisch entzündet
2R kaltgewalzt, blankgeglüht
1G / 2G geschliffen
1J / 2J gebürstet
Kantenausführungen  
gk geschnittene Kante
wak walzarrondierte Kante
sak strehlarrondierte Kante
bk scharfkantig gewalzt - ähnlich DIN 174 für Stulpenband /
Blankstahl
Oberflächenschutz Papierzwischenlage, Tiefzieh- Schutzfolie

 

Hier eine schematische Darstellung der verschiedenen Kanten:

 

Unbesäumt  

Basisband aus den Werken , ohne Beschnitt der Bandkanten. Ausbrüche, Wellen und Zacken/Einrisse bis 20 mm/Seite möglich.

 

Einsatzbereich:

Basisband für Spalt- und Querteilprozesse, muß besäumt werden. Kante für Fertigprodukte ungeeignet.

 

 

 

BK - scharfkantig gewalzt

 

Auf Basis der geschnittenen Kante hergestellt – mechanisch
rechtwinklig abgefräst.

Kante glatt, keine Schneid-Bruchfläche mehr sichtbar.

Anschließend durch mechanisches Walzen der "Schneidflächen"
zusätzlich geglättet und gerichtet.

Normbezug:

EN ISO 9445:2006 Punkt 5.3.2

Achtung:

Durch die mechanische Bearbeitung des Materials besteht die
Möglichkeit der Oberflächenbeschädigung durch Kratzer oder Walzspuren.

Einsatzbereich :

z.B. Schloßstulpen für Fenster - oder Türverriegelungen.

 

GK - Geschnittene Kante

 

Standardkante, wenn keine anders lautende Vereinbarung getroffen wurde. Hohlwölbung / Dachrinnenform ist üblich.
Trapezform ist bes. stark bei Abmessungen im Dicken-/Breitenverhältnis 1:3 bzw. bei dickeren Bändern. Entsteht beim Rollenschneid- oder Spaltprozeß.Optimales Verhältnis 1/3 Schnitt zu 2/3 Bruch. Bruchseite = Schneidgratseite. Schneidgrathöhe lt. EN ISO 9445:2006 Punkt 5.3.1 definiert. Danach gratarm geschnitten < 10% Grathöhe. Sonderanforderungen sind gemeinsam festzulegen.

Einsatzbereich:

Jedes Band oder jeder Zuschnitt mit normaler Kantenausführung.

Schnittgratlage:

Bei Spaltband jeweils beidseitig in eine Richtung – bei Zuschnitten ist der Kopf- und Endschnitt jeweils entgegengesetzt Ist eine Beschichtung der A-Seite mit entgegengesetztem Schnittgrat erforderlich, bedeutet dies die Erfordernis eines Zwischenschnittes.

 

SAK - strehlarrondierte Kante
 

Auf Basis der geschnittenen Kante hergestellt – mechanisch abgefräst.
Kante glatt, keine Schneid-Bruchfläche mehr sichtbar, evtl. kleine Rattermarken.
Kein Verletzungsrisiko, da Kanten durch spanabhebende Bearbeitung nahezu komplett verrundet werden.
Aufgrund werksbedingter Dickenschwankungen über die Lauflänge des Bandes ist eine optische Veränderung der Kanten möglich. Im Übergangsbereich der Fläche in die Verrundung kann es aufgrund der Schwankungen zu einem fühlbaren Absatz kommen.

Normbezug:

EN ISO 9445:2006 Punkt 5.3.2

Achtung:

Durch die mechanische Bearbeitung des Materials besteht die Möglichkeit der Oberflächenbeschädigung durch Kratzer.

Einsatzbereich :
z.B. Griffe, oder überall da, wo eine Schnittbeschädigung oder Verletzung vermieden werden muss.

 

WAK - walzarrondierte Kante
 

Auf Basis der geschnittenen Kante hergestellt.
Die Bandkanten werden durch mechanische Rollenbearbeitung geglättet / entgratet.
Die Kante bleibt rauh, Schnitt- und Bruchfläche bleiben sichtbar. Dadurch entsteht eine leichte „Anrundung“ der Kanten und das Verletzungsrisiko wird minimiert.

Normbezug:

EN ISO 9445:2006 Punkt 5.3.2

Achtung:

Durch die mechanische Bearbeitung des Materials besteht die Möglichkeit der Oberflächenbeschädigung durch Kratzer und Walzenabdrücke.

Einsatzbereich:

z.B. Stabstahl, Erdungsbänder, oder überall da, wo eine Schnittbeschädigung oder Verletzung unerwünscht ist.